Die Architektur von Daniel Libeskind
Jüdisches Museum Berlin, 2003
Die interaktive Installation thematisiert die inspirative Beziehung zwischen der Architektur Daniel Libeskinds und der Musik Arnold Schönbergs. Mit Hilfe von akustischen und architektonischen Elementen können Besucher eine Tonfolge komponieren, die auf den Prinzipien der Zwölftonmusik basiert. Aus den entstehenden Sequenzen werden räumliche Strukturen generiert, die in einer Projektion den Bezug der Architektur des Jüdischen Museums von Libeskind zu der Oper „Moses und Aron" von Schönberg erlebbar machen.
Der Besucher setzt an einem Touchscreen eine Zwölftonfolge. Er bedient sich dabei eines visuellen Alphabets, das Libeskind für die Architektur des Jüdischen Museums entworfen hat. Zeitgleich werden Variationen der komponierten Folge auf einem Projektionstisch abgebildet. Die Variationen basieren auf den Regeln der Zwölftonmusik: „Umkehrung“, „Krebs“ und „Krebsumkehrung“.
Sind alle zwölf Töne ausgewählt, können Tonfolge und Variationen abgespielt werden. Die zweidimensionalen Variationen, die auf dem ersten Projektionstisch zu sehen sind, werden in Form von musikalischen und architektonischen Strukturen auf einer sich anschließenden Projektionsfläche in den Raum überführt. Eine auf den Zwölfton-Prinzipien Schönbergs und dem visuellen Alphabet Libeskinds basierende tönende Architektur entsteht.


