Heute eröffnet das Haus jüdischer Kultur nach zweijähriger Bauzeit mit einer interaktiven Installation zum Jüdischen „Way of Life“ von ART+COM.
Auf dem berührungssensitiven Tisch sind zehn internationale Großstädte wie London, Buenos Aires oder Kapstadt verortet. Stadtkarten mit Straßen, Flüssen und Parks wachsen und verschwinden wie von selbst und regen an, das jüdische Leben an der Installation zu erkunden.
Bei Berührung der Stadtnamen entfaltet sich der jeweilige Stadtplan und zeigt interessante Orte jüdischer Kultur. Besucher können so Synagogen, koschere Restaurants und Lebensmittelläden, jüdische Sportvereine und andere kulturelle Organisationen in den Metropolen erforschen. Die Kartendaten stammen aus der freien Internetdatendank OpenStreetMap; navigiert wird über eine virtuelle Lupe, die in die unmittelbare Umgebung zoomt und als Informationsfenster mit Texten und Bildern dient.
Mit dem 7,8 Millionen teuren Umbau vollzieht die alte Synagoge den Wandel zu einem Lern- und Begegnungsort; die Realisierung haben u.a. das Land Nordrhein-Westfalen und zahlreiche private Sponsoren ermöglicht. Bei der feierlichen Einweihung sind der Präsident des deutschen Bundestages Norbert Lammert sowie der Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß anwesend.
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